Wie das gute alte Sporttape funktioniert

PhysioTape - SporttapeIm Gegensatz zum neuartigen Kinesio Band ist das gute alte Sporttape weniger elastisch. Es eignet sich daher vor allem für solche Anwendungen, bei denen beispielsweise Gelenke fixiert werden müssen – oder alles andere, was sich nachher nicht mehr bewegen soll. Das neue, flexible Band allerdings eignet sich eher für solche Anwendungen, bei denen Sehnen, Gelenke und Muskeln möglichst in Bewegung gehalten werden sollen. Hier sollen die folgenden Punkte abgehandelt werden:

  • Wie genau das Sporttape funktioniert
  • In welchen Bereichen es zur Anwendung kommt
  • Welches Motto und welcher Esprit hinter den Bändern steht

Wenn man die neuen Bänder mit der Kinesio Technologie anwendet, hat der Patient oft das Gefühl, im Grunde gar kein Gefühl zu haben – so wenig stört das Tragen eines solchen neuartigen Bandes. So funktional es für einige Bereiche der Anwendung auch erscheinen mag, für andere Bereiche muss nach wie vor das ganz klassische Sporttape verwendet werden. Dabei handelt es sich um ein Band, das sich längst nicht nur in der Farbe, sondern eben auch in seinen eigenen inneren Eigenschaften von dem neuen Kram auf dem Markt unterscheidet und absetzt. Denn ganz im Gegensatz, als aktivierend zu wirken, soll das gute alte Sporttape vielmehr ganz schlicht fixierend wirken. Dabei wird der zu behandelnde Part des Körpers ganz einfach in eine feste Position gebracht, aus der er sich, wenn alles gut geht, nicht mehr weg bewegen kann. Diese Technik kann zum Beispiel dann angewendet werden, wenn es darum geht, ein Gelenk für einen Wettkampf zu fixieren, wenn es sich nicht mehr oder nur noch minimal bewegen sollte. Denken wir, um die Sache mit den Beispielen einmal konkreter anschaulich zu machen, an einen Dreispringer, der seine Gelenke ganz enormen und geradezu nicht mehr dem Bereich des Normalen angehörenden Belastungen aussetzt. Bei dieser Art von Belastungen möchte der Dreispringer ganz und gar nicht, dass sein lädiertes Gelenk beim Wettkampf auch noch weiteren Belastungen ausgesetzt wird. Aus diesem Grunde setzt dieser Mann auf das gute alte Sporttape, da sein Gelenk von den neuen modischen Bändern, die ja allseits mit den lustigsten und  auffälligsten Farben dekoriert werden und immer stärker nachgefragt werden, in seinem Falle so rein gar nichts anfangen kann. Aus diesem Grunde lässt sich zusammenfassend sagen, dass diese alte Technik noch nicht komplett von der neuesten Erscheinung aus der Mode der Sportwelt absorbiert worden ist. Denn eine gute orthopädische Technik, die sich im Laufe der Zeit schlicht und ergreifend bewährt hat und daher nicht vom Markt zu drängen ist, hat mit Sicherheit noch eine Berechtigung, weiterhin zu existieren. Daher hat das gute alte Sporttape voll und ganz seine Legitimität auf dem Markt aufrecht erhalten.

Bereiche, in denen das Sporttape zum Einsatz kommt

Aber wo genau kommt so ein konventionelles Sporttape zum Einsatz? Wie bereits einleitend im obigen Bereich dargelegt wurde, wird es überall dort eingesetzt, wo es darum geht, etwas zu fixieren. Dies bedeutet, dass etwas so fest gezurrt und mit dem Band versehen wird, bis es schlicht und ergreifend nicht mehr von der Stelle zu bewegen ist. Das ist quasi die harte Technik, um es einmal einfach zu formulieren. Klar sind die neuen Bänder in Sachen Flexibilität wie ausgereifter und mögen auch eine bessere Atmung der Haut sicherstellen. Aber sie haben schlicht und ergreifend nicht den gleichen Bereich der Anwendung wie das gute, schlichte, alte Sporttape. Das wird spätestens dann klar, wenn ein Physiologe versucht, mit den neuen Materialien einen Fall wie den des Dreispringers zu behandeln. Weil das Tape so flexibel ist, ist es ja in diesem Falle gerade besonders ungeeignet, um das Gelenk des Dreispringers zu fixieren. Wenn es also um die Arbeiten des Fixierens geht, dann ist man mit dem schlichten Sporttape mit Sicherheit besser beraten als mit dem neuen Material, auch wenn dies von der Werbung – und nicht zuletzt auch von dem trendigen Hype in den Fitnessstudios – des Öfteren suggeriert werden mag. Denn kein guter Physiotherapeut kann auf das Sporttape verzichten, wenn er sich auf die Fahnen schreibt, eine ernsthafte Praxis zu betreiben oder seinen Patienten eine jedem Fall angemessene Behandlung zu vergeben. Sicherlich gibt es genauso andersherum unzählige Fälle, in denen die neuen bunten Bänder dem klassischen Stoff vorgezogen werden sollten. Wenn es allerdings darum geht, ein Gelenk zu fixieren – das Gelenk des Springers ist natürlich nur eines von tausenden Beispielen in der Welt des Sports -, dann ist man mit der Anwendung eines ganz schlichten Bandes wie dem klassischen Sporttape sicher sehr gut beraten.

Aktivieren oder fixieren – das ist hier die Frage

In der Zusammenfassung kann man also mit Recht behaupten, dass sich die Frage zwischen klassischem Sporttape und den neuen Technologien auf dem Markt frei nach dem Motto entscheiden lässt, ob man den zu behandelnden Teil des Körpers eher fixieren oder aktivieren möchte. Wer dies einmal grundlegend geklärt hat, hat viel weniger die berühmte Qual der Wahl – zumindest gilt das, was das zu verwendende Material angeht. Denn wenn man zwar das richtige Band gefunden und besorgt hat, stellt sich noch die Frage nach der korrekten Anwendung. Denn mit dem einen wie mit dem anderen ist ein wenig Erfahrung und Expertise gefordert. Denn ein zu eng verklebtes Sporttape kann ganz genauso wie sein moderner Nachfolger den Durchfluss des Bluts zum Negativen beeinflussen. Und wer möchte schon bitte aufgrund eines schlecht angebrachten Bandes wie dem Sporttape seine Gesundheit aufs Spiel setzen? Schließlich geht es dabei immer darum, dem Körper etwas Gutes zu tun und nicht darum, ihm zu schaden.

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