Es gibt Gasfedern mit Druck oder Zug

Gasfedern werden wohl an allen solchen Orten eingesetzt, wo alle möglichen Klappen, Türen oder sonstige Gegenstände gehalten, geöffnet und geschlossen werden sollen. Die Bereiche der Anwendung reichen von der Industrie der Autos bis hin zu Möbeln in Büro oder Küche – die kleinen unsichtbaren Helfer, die mit dem vertrauten Geräusch auf und wieder zu schnallen, finden sich fast überall, wenn man mal genauer hinsieht. Hier sollen die folgenden Punkte erörtert werden:

  • Zwei unterschiedliche Arten von Gasfedern: Hub und Druck
  • Standardmodelle oder Anfertigung nach Maß
  • Bedienung: manuell oder elektrisch

Im Grunde gibt es generell gesprochen zwei unterschiedliche Arten von Gasfedern, solche, die mit Druck arbeiten und solche, die mit Hub funktionieren. Diese Unterscheidung lässt sich besser verstehen, wenn man sich die Funktionsweise der kleinen Helfer mal genauer ansieht. Da gibt es, wie der Name es schon suggeriert, zunächst mal eine mit Gas gefüllte Kammer, die einen Überdruck oder einen Unterdruck erzeugt. Durch das Gasgemisch wird dies ermöglicht und kann in den verschiedensten Varianten erfolgen. Ein klassisches Beispiel der Technik mit Druck ist wohl die Anwendung in der Klappe am Heck des Autos. Auf der anderen Seite gibt es wohl für Gasfedern, die auf der Basis mit Hub funktionieren, kein so prominentes Beispiel wie den Türschließer, der sich an diversen Türen, meist oben an der oberen Kante der Tür versteckt, finden lässt. Letztere Ausführung ist in privaten, aber vor allem in öffentlichen Gebäuden kaum mehr Wegzudenken – denken Sie nur mal an Ihren letzten Besuch an der Stelle für KFZ Zulassungen oder einen sonstigen Gang zur Behörde. Andere Begriffe, die mit der Technik des Hubs beziehungsweise des Drucks verbunden sind, sind schlicht und ergreifend schieben und ziehen. Genau diese beiden Ausdrücke verdeutlichen nämlich wohl am besten, was diese kleinen, meist gar nicht sichtbaren Helfer so alles machen – jeden Tag, Stunde um Stunde wie kleine treue Diener. Wir müssen im Alltag nur mal genau hinsehen, dann entdecken wir die Gasfedern auch schon gleich. Natürlich werden diese Produkte aus den verschiedensten Materialien gefertigt. Es ist wohl kein Geheimnis, dass die besten Federn aus Edelstahl gefertigt werden. Diese sind es natürlich auch, die am längsten halten, also die beste Dauer des Lebens besitzen. Auf gute Ware gibt es daher auch bei seriösen Händlern gleich satte zwei Jahre Garantie – was bei einem Gegenstand, der täglich in Benutzung ist, auch wirklich Sinn macht. Denken wir hier als Beispiel nur an die Gasfedern, die hinten am unserem KFZ die Klappe offen halten und langsam wieder ins Schloss fallen lassen, wenn wir es nur wünschen.

Gasfedern können auch individuell nach Maß gefertigt werden

Wenn man von den Bereichen der Anwendung von Gasfedern spricht, ist es auch einleuchtend, dass es für viele Anwendungen bereits feste Maße gibt – und somit die Industrie diese Federn auch standardmäßig herstellt. Wenn es um gängige Größen und Stärken im Bereich der Gasfedern geht, sollten die meisten Fragen und Wünsche der Kunden in einem gut sortierten Geschäft – ganz egal, ob sich dieses physisch um die Ecke oder im Internet befindet – in der Regel in wenigen Momenten und nach kurzer Beratung bereits gegeben haben. Denn für Standardanwendungen gibt es auch Gasfedern, die einem gängigen Maß entsprechen und mit den entsprechenden Methoden der Aufhängung oder Befestigung ausgerüstet sind. Es ist wohl völlig plausibel und einleuchtend, dass man für die kleinen Helfer, wenn man ein Problem an der Heckklappe seines alten Golf III hat, nicht lange suchen muss, um fündig zu werden. Ganz anders ist es allerdings mit spezielleren Anwendungen. Dann müssen Gasfedern nämlich nach Maß angefertigt werden, was mitunter Änderungen und spezielle Kriterien im Bereich der Millimeter mit sich bringt. Jedoch nicht nur die Maße können je nach Anwendung stark variieren, sondern auch die Anforderung, die über die Länge des Hubs hinaus geht, nämlich die Kraft, die von den Gasfedern jeweils ausgehen muss. Um eine schwere Klappe zu halten, wie es beispielsweise in der Industrie nicht selten der Fall ist, müssen schließlich ganz andere Kräfte aufgewendet werden, als wenn die Klappe eine sehr leichte ist, wie am bereits besprochenen Golf. Diese Kräfte werden im Übrigen in Newton gemessen. Wie viel Hub und wie viel Newton je nach Anwendung von Nöten sind, ist allerdings eine Frage von richtigen Profis in dem Bereich, weshalb man sich bei der Anfertigung nach Maß immer an einen erfahrenen Spezialisten wenden sollte.

Per Hand oder elektrisch zu bedienen

Gasfedern sind – und damit kommen wir an dieser Stelle zum letzten zu erörternden Kriterium – grundsätzlich in zwei verschiedenen Arten und Ausführungen zu haben. Und zwar gibt es solche Gasfedern, die sich mit der Hand bedienen lassen. Hier ist wirklich nur der hydraulische Mechanismus der Feder selbst von Bedeutung, die am Beginn des Prozesses stehende Kraft des Öffnens oder Schließens des Produkts muss hier von Hand, also manuell, ausgelöst werden. Bei elektrischen Gasfedern ist das allerdings anders, da hier die erste Bewegung nicht von Hand, sondern mit der Hilfe eines elektrischen Impulses ausgelöst wird. Da kann so manche Tür und so manches Tor schon einmal auf Knopfdruck aufschwingen. Das kann von der Nobelkarosse bis hin zur Garagentor in der realen Welt eine Anwendung finden. Ganz klar ist das eine Frage des Komforts, ob man sein Tor von Hand oder per Fernbedienung aufschwingen lassen möchte. Jedoch muss am Ende des Tages jeder Anwender selbst entscheiden, welchen Typ von Feder er zu welchen Kosten verbaut haben möchte. Beratung von Profi ist auf jeden Fall genau das, was der Endkunde hier braucht.

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