So wird Plasti Dip richtig angewendet

Plasti Dip steht für die neueste, revolutionäre Entwicklung im Bereich des Lackierens. Dabei ist das Produkt zum Sprühen fürs Auto im engeren Sinne gar kein Lack. Es ist vielmehr eine von der Konsistenz her an Gummi erinnernde Masse, die in mehreren dünnen Schichten einen hinterher wieder entfernbaren Farbton auf dem originalen Lack ergibt. Denn Plasti Dip ist wieder abziehbar, wie eine Art zweite Haut auf dem originalen Lack. Das ist wohl die revolutionärste Eigenschaft des Produkts, dass es nur eine Lösung auf Zeit ist – und zwar bis man sich wieder dagegen entscheidet oder sein Auto in eine andere Farbe hüllen möchte. Damit alles gelingt und auch der Effekt des Ablösens am Ende keine Probleme bereitet, sollten bei der Anwendung mit dem Produkt einige Punkte beachtet werden:

  • Vor der Anwendung sollte mit aller Sorgfalt abgeklebt werden
  • Plasti Dip sollte gleichmäßig versprüht werden
  • Nicht zu kolorierende Flächen sofort abziehen

Wenn diese drei Punkt bei der Arbeit mit dem Produkt beachtet werden, kann die Anwendung eigentlich gar nicht schief gehen. Jedoch ist es natürlich ganz einfach eine Sache, die man selbst von zu Hause aus erledigt. Daher können, wie man sich ganz gut vorstellen kann, Laien auch schon einmal einen schönen Schaden anrichten. Auf der anderen Seite muss man bei der Anwendung mit dem Produkt auf nicht gleich ein König der Sprühdose sein. Jedoch sind einige Kniffe zu beachten, damit die Arbeit sauber gelingt. Man braucht dafür übrigens nicht mehr als ein paar Eimer Plasti Dip Sprühmasse, eine solide Düse oder Pistole zum Versprühen sowie ein paar alte Zeitungen und genügend Klebeband zum Abkleben der nicht zu kolorierenden Flächen. Das ist auch gleich das Stichwort: Abkleben. Das kann man nämlich gar nicht sorgfältig genug erledigen. Wenn man vorher richtig solide abklebt, hat man hinterher nämlich viel weniger Arbeit zu erledigen und man kommt schneller voran. Nur wer hier wirklich sauber arbeitet, hat am Ende auch ein präsentables Ergebnis. Dazu ist unbedingt zu beachten, dass die Streifen Tape unbedingt und ohne Kompromisse bündig mit den nicht zu kolorierenden Flächen abschließen. Denn hier ist wirklich Arbeit auf den Millimeter genau gefragt: Jede auch nur kleinste Nuance wird hinterher – je nach Farbton mehr oder weniger auffällig – zu sehen sein. Nur wer hier bereits ganz konzentriert und sauber arbeitet, hat hinterher auch ein gutes Ergebnis mit Plasti Dip. Denn noch vor dem Sprühen selbst findet die im Grunde wichtigste aller Arbeiten statt, das Abkleben. Positiv formuliert hängt das Finish mit Plasti Dip ganz ungemein davon ab, wie genau man seinen Wagen vor dem Sprühen mit Klebeband abklebt. Für große Flächen können übrigens ganz traditionell Stücke von Zeitungen in Stücke geschnitten werden, beispielsweise für die Fenster. Auch die Qualität des verwendeten Klebebands kann die Arbeit beeinflussen. Hier sollte nicht am Material gespart werden.

Plasti Dip muss gleichmäßig aufgetragen werden

Damit kommen wir zu unserem zweiten wichtigen Punkt, damit die Anwendung mit Plasti Dip auch gut wird. Es sollte immer in gleichmäßigen, großen Bewegungen aufgetragen werden. Man mag versucht sein, so viel Lack wie möglich auf einmal aufzutragen, jedoch riskiert man mit dieser Vorgehensweise, dass sich am Ende lauter Laufnasen am Wagen bilden, die das Aussehen ruinieren. Hier gilt bei der Anwendung mit Plasti Dip genau wie bei zahlreichen anderen Bereichen im Leben: Weniger ist mehr! Das bedeutet, man sollte besonders vorsichtig sprühen und in dünnen Schichten auftragen. Je öfter man in einer dünnen Schicht darüber sprüht, desto besser und solider wird am Ende das Ergebnis. Außerdem ist auf die richtige Haltung zu achten: Die Düse sollte immer im richtigen Abstand zum Auto befindlich sein und man sollte in horizontalen, großen Bewegungen vorgehen. Dazu kann man sich am besten mit der mit Plasti Dip gefüllten Düse selbst am Wagen entlang arbeiten. Die Arbeit sollte des Weiteren jedes Mal auf einen gut zu überblickenden Bereich konzentriert werden. Das reduziert das Risiko, für verschiedene Bereiche unterschiedlich viel Farbe aufzutragen. Denn eine solide Schicht aus Plasti Dip kann nur aus mehreren Vorgängen des Sprühens gebildet werden, bei denen vorsichtig dosiert wird. Nur wer diese Devise beachtet, hat am Ende ein zufrieden stellendes Ergebnis. Ansonsten läuft man Gefahr, bei zu viel Farbe auf einmal Laufnasen zu produzieren. Trägt man auf der anderen Seite zu zaghaft auf, so stellt sich nicht der schöne, an Gummi erinnernde und wieder leicht zu entfernende typische Lack aus Plasti Dip ein. Jeder Anfänger oder Profi sollte sich aus diesen Gründen auf die richtige Technik beim Sprühen konzentrieren!

Nicht mit Farbe zu versehende Flächen gleich nach Anwendung abziehen

Plasti Dip bildet also nur dann eine gut wieder zu entfernende Schicht, wenn man beim Abkleben sowie beim Sprühen sauber vorgeht. Werden diese Bedingungen beachtet, gelingt das Ergebnis allerdings sehr gut. Bis das Produkt völlig durchgetrocknet ist, sollte man schon einmal zwei Tage lang warten und den Wagen bis dahin nicht aus der Garage bewegen. Dann ist die Schicht auf schön dem Wetter beständig und kann nicht so leicht wieder abgelöst werden. Am einfachsten lässt sich Plasti Dip übrigens wenige Minuten nach der Anwendung abziehen, wenn es etwas angetrocknet ist. Daher empfiehlt es sich für kleinere, nicht so leicht abzuklebende Flächen, sie zunächst genauso wie alle anderen Flächen abzukleben und gleich wieder nach der Anwendung abzuziehen. Scheinwerfer sind hier das prominenteste Beispiel, wo sich diese Vorgehensweise bewährt hat. Denn Plasti Dip ist besonders leicht direkt nach seiner Anwendung zu entfernen. So kann man sich bei bestimmten Teilen ganz einfach viel Arbeit ersparen.

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